Clarias gariepinus, auch Afrikanischer Wels genannt, ist eine Süßwasserfischart der Gattung Clarias (Welsgattung), die in den Flüssen, Seen und Feuchtgebieten des tropischen und subtropischen Afrikas beheimatet ist, sich aber inzwischen auch in anderen Gebieten der Welt ausgebreitet hat. Diese Art ist nicht nur aus ökologischer Sicht wichtig, sondern auch aus kommerzieller und kultureller Sicht, da sie in Aquakulturen gezüchtet wird und als wertvolle Nahrungsquelle gilt.
Der Körper des Afrikanischen Welses ist robust, schlangenförmig, mit kurzen Flossen und einem ausgeprägten Buckel am Kopf. Er ist breit, mit 4 Paar Schnurrhaaren um das Maul, die dem Fisch helfen, sich zu orientieren und Nahrung am Boden zu finden.
Die Rückenflosse ist lang und spitz, während die Schwanzflosse stark entwickelt ist. Der Körper ist in der Regel dunkel, von grau bis schwarz, und der Bauch ist heller.
Ausgewachsene Tiere können eine Länge von bis zu 1,5 m und ein Gewicht von über 60 kg erreichen, wobei die durchschnittliche Größe der ausgewachsenen Tiere zwischen 40 und 60 cm liegt. In Aquakulturen sind sie in der Regel kleiner, können aber dennoch eine beachtliche Größe erreichen.
Clarias gariepinus kann dank seiner spezialisierten Lungen Luft atmen und ist daher sehr widerstandsfähig gegenüber niedrigem Sauerstoffgehalt im Wasser. Dadurch kann er in Umgebungen überleben, in denen andere Fische versagt haben. Er kann sogar in schlammigen Gewässern überleben, in denen der Sauerstoff nicht ausreichend gelöst ist.
Das macht sie zu sehr aktiven und kräftigen Fischen. Auf der Suche nach Nahrung bewegen sie sich oft am Boden entlang, können aber auch kurz in der Wassersäule schwimmen.
Sie sind Allesfresser und nehmen eine Vielzahl von Nahrungsmitteln zu sich, darunter Fische, wirbellose Tiere, Pflanzenreste und Detritus. Unter natürlichen Bedingungen können sie auch Raubtiere sein, die sich von kleineren Fischen ernähren.
Diese Art brütet in den warmen Monaten, wenn die Weibchen Tausende von Eiern legen, die von den Männchen befruchtet werden. Die Fortpflanzung kann in freier Wildbahn oder in Zuchtbecken erfolgen.
Seine große Widerstandsfähigkeit und sein schnelles Wachstum machen den Wels zu einem wichtigen Fisch für die kommerzielle Zucht, vor allem in Afrika und anderen Gebieten wie Asien. Er wird wegen seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber ungünstigen Bedingungen (z. B. schlechte Wasserqualität) und seines schnellen Wachstums sehr geschätzt. In einigen Gebieten wird er in speziellen Becken und Teichen gezüchtet.
In einigen afrikanischen Ländern ist der afrikanische Wels eine wichtige Eiweißquelle und oft Teil der traditionellen Küche.
In einigen Gebieten, wie z. B. Asien und Südamerika, ist sie jedoch zu einer invasiven Art geworden. Sie kann sich negativ auf lokale Ökosysteme auswirken, da sie sehr aggressiv ist und mit anderen Arten konkurriert.
Obwohl Clarias gariepinus aufgrund seiner Größe und seines Platzbedarfs nicht häufig in Heimaquarien gehalten wird, ist er in einigen größeren öffentlichen Aquarien aufgrund seines beeindruckenden Aussehens und seines charakteristischen Verhaltens beliebt.
Der Afrikanische Wels kann eine Zeit lang außerhalb des Wassers überleben, wenn er nass ist. Er kann sich an Land fortbewegen, um neue Wasserquellen zu finden.
Außerdem ist Clarias gariepinus zwar oft ein Einzelgänger, kann aber in manchen Fällen auch kleine Gruppen bilden, vor allem während der Migration oder während der Zucht.
Der Wels ist sicherlich ein Beispiel für die große Vielfalt, die nicht auf das Festland beschränkt ist, sondern auch in Flüssen und anderen Gewässern weit verbreitet ist. Der Wels beweist, dass er nicht nur eine Delikatesse auf unseren Tellern ist, sondern auch ein interessanter Teil der Natur.